Die Kriminalität in Nicaragua ist relativ hoch. Grund dafür ist, dass die Polizei besonders in den Regionen Nueva Segovia, Madriz, Jinotega, Estelí, Autónoma del Atlantico Norte und Matagalpa abseits der Städte nicht immer in der Lage ist die Sicherheit zu garantieren. Auch wenn sich die gehäuften Übergriffe nicht direkt gegen Touristen richten, können sie alle Personen treffen und somit auch Touristen. Besonders wenn man sich in ländliche und einsame Gegenden begibt sollte man immer wachsam sein. Es sollte darauf geachtet werden, Expeditionen nicht allein und auf eigene Faust zu unternehmen, sondern auf Reiseveranstalter zurückzugreifen bzw. in größeren Gruppen zu reisen. Auch Busreisende sollten stets auf renommierte Unternehmen zurück greifen und ihr Gepäck nicht aus den Augen lassen. Von der Benutzung von Taxis nach Anbruch der Dunkelheit wird abgeraten.
Wertsachen wie Schmuck, Geld und Pässe sollte man nicht offen zur Schau stellen bzw. am besten noch direkt sicher im Hotelzimmer oder –safe verstauen.
Reisende mit Mitwagen sollten auf bestimmte Besonderheiten des nicaragua'schen Verkehrsrechts achten. So sollte man z.B. bei einem Verkehrsunfall seinen Wagen in keinem Fall vom Fleck bewegen, da einem so automatisch die Schuld zugesprochen wird.
Zu der Gefahr durch Kriminalität kommt eine zusätzliche Gefahr durch die Natur. Nicaragua und besonders die Hauptstadt Managua sind stark erdbebengefährdet. Beim letzten starken Beben 1972 wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Dazu kommt die Gefahr von Hurrikans in der Saison von Juni bis November. Die Regenzeit von Mai bis November kann Tropenstürme und Überschwemmungen mit sich bringen.