Die nicaraguanische Küche ist sehr einfach, aber auch abwechslungsreich. Viele Gerichte haben einen spanischen und kreolischen Einfluss. Zu den Hauptzutaten zählen, wie in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern auch, Mais, Bohnen oder Reis. Mais findet in vielen Gerichten Verwendung, darunter auch im „Nacatamal“, dem nicaraguanischen Nationalgericht“, einem Maisbrei mit diversen Füllungen in einem Bananenblatt eingewickelt und gedämpft. Sogar in Getränken wie dem beliebten „Pinolillo“ und dem alkoholhaltigen Getränk „Chicha“ ist Mais enthalten. Daneben verwendet die nicaraguanische Küche hauptsächlich einheimisches Obst und Gemüse, wie Mangos, Avocados, Kochbananen oder Papaya. An den Küsten werden hauptsächlich Fischgerichte gekocht, aber auch Rind und Schweinefleisch sind sehr beliebt.
Typische nicaraguanische Gerichte sind „Gallo Pinto“ (Reis mit Bohnen), „Indio Viejo“, ein Eintopf aus Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch und eingeweichten Tortillas. Eine Art Salat aus Yuccapalmherzen, Weißkohl, Tomaten und frittierten Schweinescharten ist der „Vigorón“, der bei vielen Nicaraguanern sehr beliebt ist.
Frisch gepresste Säfte aus den einheimischen Früchten sind sehr typisch für Nicaragua. Der nicaraguanische Rum „Flor de Caña“ genießt nicht nur innerhalb des Landes einen guten Ruf.