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Die Geschichte Nicaraguas

Bevor Christoph Kolumbus 1502 auf seiner vierten Reise das Festland von Nicaragua erreicht, belebten Nahuasprechende Indios aus Mexiko das heutige Staatsgebiet von Nicaragua und bauten Mais, Bohnen und Chili an.

Etwa zwanzig Jahre danach kamen die Konquistadoren aus Spanien und eroberten das Land. Die indianische Bevölkerung vermochte sich nicht zu wehren, da sie glaubten, die Bärte der Eroberer seien Zeichen überirdischer Wesen. Deshalb befahl der Anführer der ersten Expedition, Gonzalez de Avila seinen Kumpanen sich Bärte wachsen zu lassen. Die Spanier beherrschten Nicaragua etwa zweihundert Jahre und raubten ihr Gold.

Die Briten kamen im Nachhinein und eroberten die nur schwer zugänglichen Gebieten an der karibischen Küste und erklärten dieses gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderst zum britischen Protektorat. Es herrschte ein Kampf zwischen den Briten und Spaniern der etwa hundert Jahre dauerte und erst durch die Intervention der Amerikaner endete. Während des Krieges kam an der Küste Nicaraguas der amerikanische Abenteurer William Walker mit der Absicht Herrscher von Mittelamerika zu werden. Walker ernannte sich zum Präsidenten und wollte dann Costa Rica erobern, allerdings ohne Erfolg. 1860 wurde er in Honduras gefangen genommen und erschossen.

1912 sandten die USA ihre Kriegsmarine nach Nicaragua und besetzten das Land. Dabei wollten sie eine strategische Position haben, die sie zwischen den Atlantik und den Pazifik verbindet. Im Jahr 1933 rückten die amerikanischen Einsatzkräfte nach einem Volksaufstand ab. Anführer dieser Aufstände war Augusto César Sandino, der mit Hilfe der Indianer und Mestizen einen langanhaltenden Guerilla-Kampf gegen die Besatzungskräfte führte. Als die amerikanischen Truppen abzogen, ließ Sandino seine Soldaten entwaffnen. Als jedoch Somoza García den Anführer Sandino in einen Hinterhalt lockte und ermordete, erwies sich das als ein großer Fehler.

Die Familie Somoza erhielt somit über vierzig Jahre die Herrschaft über Nicaragua. Die Unzufriedenheit über die sozialen Missstände im Land führten 1977 zur sandinistischen Revolution, die im Jahr 1979 siegreich endete. Die Sandinisten versuchten in Nicaragua einen funktionierenden Staat aufzubauen und das Bildungswesen zu verbessern. Durch die Contra-Bewegung wurde dieser Versuch jedoch gestört und das Land in eine politische und wirtschaftliche Krise gestürzt.

Erst 1990, bei den ersten freien Wahlen, gewann die Partei „Unión Nacional Opositora“, die Frieden und Wohlstand versprachen. Dennoch gilt Nicaragua heute als ein Entwicklungsland und ist vom versprochenen Wohlstand noch weit entfernt.

2006 gewann der frühere Staatschef, Daniel Ortega, die Wahlen und wurde Präsident von Nicaragua


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