Nicaragua ist seit der Verfassung von 1987 eine Präsidialrepublik. Die 93 Mitglieder der Nationalversammlung (Asembla Nacional) und der Präsident werden auf fünf Jahre gewählt. Der Staatspräsident hat verfassunggemäß eine starke Position und bestimmt sein Kabinett. Das Land ist verwaltungsmäßig in 15 „Departamentos“ unterteilt und den beiden autonomen Regionen RAAS und RAAN. Die autonomen Regionen haben aufgrund der ethnischen und historischen Besonderheiten einen Eigengewicht.
Obwohl die Prinzipien der Volkssouveränität, der Gewalteinteilung und der Gemeindeautonomie in der Verfassung verankert ist, sieht die Regierungsrealität jedoch wegen der historisch bedingten Demokratiedefizite der beiden großen Parteien (PLC und FSLN) anders aus.
Der Führer der „Frente Sandinista der Liberación Nacional“(FSLN), Daniel Ortega, kehrte 2007 in das Präsidentenamt zurück. Im Parlament bleiben die Sandinisten nach den Wahlen stärkste Fraktion.