Nicaragua gehört zu den ärmsten Länder der Welt und zum zweitärmsten in Lateinamerika. Etwa 80 % der Bevölkerung leben von unter 2USD pro Tag, rund 45 % von 1 USD oder weniger. Der Nordwesten des Landes durchlebte 2005 eine Hungersnot, die bis heute noch nicht ganz ausgestanden ist. Die Gründe der schlechten Wirtschaftslage sind vielfältig. Neben den geschichtlichen Faktoren und den ständigen Machtwechseln der Regierung, einseitiger Wirtschaftsstruktur spielen auch Naturkatastrophen, die das Land stark verwüsteten, eine entschiedene Rolle. Derzeit ist Nicaragua stark von der Entwicklungszusammenarbeit abhängig.
Nicaragua ist ein Agrarland mit einer schwachen Industrie. Ein Großteil des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet Nicaragua durch die Landwirtschaft und Fischerei, gefolgt von der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Der Tourismus, die Textilindustrie und die Energiewirtschaft sind Branchen, die einen Wachstumspotenzial versprechen.