Léon liegt im Westen Nicaraguas, nicht weit entfernt vom Pazifischen Ozean. Mit ihren etwa 158.000 Einwohnern ist Léon die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und bekannt durch ihren Erdnuss- und Zuckeranbau. Rund um die alte Kolonialstadt findet man eine vielfältige Natur: Sie reicht von Seen und Inseln über Berge und Vulkane bis hin zu den dichten Mangrovenwäldern. Diese schöne Umgebung ist es eine Reise wert.
Im Jahr 1524 wurde Léon von Francisco Hernández de Córdoba gegründet. Leider zerstörte ein Vulkanausbruch fast die gesamte Stadt und so wurde sie in 30km Entfernung noch einmal neu gegründet. Die alten Ruinen gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zunächst war Léon Hauptstadt Nicaraguas, doch mit der Zeit wechselten sich Léon und Granada mit diesem Status ungewollt ab. Der Streit zwischen den Städten verstummte erst, als Managua 1858 zur endgültigen Hauptstadt erklärt wurde.
Léon gilt als eine der liberalsten und intellektuellsten Städte des Landes. Viele Sprachschulen bieten ein umfangreiches Sprachkursangebot für Sprachschüler. Neben der spanischen Sprache lernen die Schüler auch die Kultur Nicaraguas kennen. In Léon wurde der Diktator während der Revolutionskämpfe 1978/79 ermordet und war ebenso der Wohnsitz des Dichters Rubén Darío. Noch heute besticht Léon durch ihre historische Altstadt, die gute Infrastruktur und die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. In den Straßen zwischen den Museen, Kirchen und der Universität findet das bunte lateinamerikanische Leben statt. Nicht nur während eines Sprachaufenthalts oder dem Auslandsstudium lohnt es sich, die Stadt zu entdecken.